An die Vertreibung der Wolgadeutschen erinnern.

Dimitri Schulz, Obmann der AfD-Fraktion im Unterausschuss für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung fordert die Landesregierung auf, eine Gedenkstunde abzuhalten. In diesem Rahmen soll an die Deportation der Wolgadeutschen erinnert wird. Hintergrund: Am 28. August 1941 befahl der sowjetische Diktator Stalin, die Wolgadeutschen zu deportieren. Sie wurden gegen ihren Willen und unter menschenunwürdigen Bedingungen aus ihrer Heimat, in der sie mehr als 200 Jahre gelebt hatten, nach Sibirien, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan verbracht. Von 1941 bis 1948 wurden 850.000 Deutsche aus Russland ihrer Freiheit beraubt und in Arbeitslagern inhaftiert. Rund ein Drittel überlebte die ersten Jahre nicht. „Das Land Hessen spielt eine besondere Rolle in der Geschichte der Russlanddeutschen, da die erste Auswanderungswelle nach Osten, die bis 1767 anhielt, vorwiegend von hier ausging“, betont Dimitri Schulz. „Es folgte eine beispiellose Erfolgsgeschichte, die mit der Oktoberrevolution ein vorläufiges und mit der Verschleppung nach Osten ein endgültiges Ende fand. Dieses kollektive Trauma der Deportation durch die Kommunisten hat den Russlanddeutschen gezeigt, dass es Zeit für eine Rückkehr in ihre historische Heimat ist. Nur durch das Fortbestehen des Ostblocks wurde die Rückkehr verzögert“, sagt Schulz. Am 28. August jährt sich dieses furchtbare Ereignis nun zum 79. Mal. Seit Mitte der 1980er Jahre kamen unter Michail Gorbatschow gut 2,3 Millionen Aussiedler in die Bundesrepublik. Davon leben circa 200.000 in Hessen. „Die Wolgadeutschen sind ein wichtiger Teil der deutschen Gesellschaft. Sie haben Anspruch auf eine angemessene Erinnerungskultur", so Schulz. Deshalb erwartet die AfD-Fraktion von der Landesregierung die Abhaltung einer Gedenkstunde, die an die Vertreibung, den Tod und das Unrecht erinnert, das unseren Landsleuten widerfahren ist. V. i. S. d. P.: Dimitri Schulz, Obmann der hessischen AfD-Fraktion im Unterausschuss für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung



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