Corona: Hust-, Spuck- und Niesattacken

Angriffe gegen Polizisten, Passanten und Senioren nehmen zu!


In Hessen steigen die Attacken auf Polizisten: 10.000 Strafverfahren mussten wegen Widerstand oder wegen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte in den letzten sechs Jahren eingeleitet werden.


Jetzt kommen in Corona-Zeiten sogenannte Hust-, Spuck- und Niesattacken dazu.


„Was unter normalen Umständen schon eklig ist, bekommt durch den Corona-Virus eine neue und sehr gefährliche Dimension“, sagt der Sprecher für Justizvollzug der AfD-Fraktion, Dirk Gaw. Hier handele es sich nicht um ein Fehlverhalten, sondern um versuchte Körperverletzung. „Bei einem solch massiven Angriff gegen Menschen, die unsere öffentliche Ordnung aufrechterhalten, müssen alle Mittel des Rechtsstaates voll ausgeschöpft werden“, sagt Gaw, der auf über 25 Dienstjahre bei der Polizei zurückblicken kann.


Er schlägt vor, darüber nachzudenken, dass in Zeiten der Corona-Krise mehr als bisher in die Polizeiausrüstung investiert wird.


„Atemschutzmasken, Brillen und Handschuhe können zumindest einen gewissen Schutz gewährleisten. Das ist eine wichtige psychologische Maßnahme, die den Polizisten hilft, ihren ohnehin schon schweren Dienst besser zu vollziehen und die öffentliche Ordnung überall sicherzustellen. Allein schon durch die Ausrüstung signalisiert der Polizist dem Angreifer, dass die Hoheit über die Situation beim Polizisten liegt.“ Eine passende Ausrüstung ist deshalb auch eine präventive Maßnahme.


Doch nicht nur Polizisten müssen mit Hust- und Niesattacken rechnen. Mittlerweile werden auch Senioren immer öfter angehustet.


„Gerade ältere Mitbürger gehören zu den besonders gefährdeten Personen. Deshalb ist dieses Verhalten besonders schäbig und zeigt, wie sehr wir eine gut ausgerüstete Polizei brauchen.“ In den Niederlanden wurde ein 23-Jähriger wegen einer Hustattacke zu zehn Wochen Freiheitsstrafe verurteilt.


„Es handelt sich hier um versuchte Körperverletzung. Das Strafmaß muss also so hoch sein, dass andere erst gar nicht auf die Idee kommen, Polizisten und Passanten anzugreifen. Zehn Wochen reichen da nicht“, sagt Dirk Gaw.


V. i. S. d. P.:

Dirk Gaw, stellv. Sprecher für Innenpolitik der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag


Quellenangabe: Wiesbadener Kurier vom 27.03.2020 (Printausgabe)







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