„Der Lockdown ist für Kinder ein gravierendes Gesundheitsrisiko“

Krankenhausbehandlungen bei Kindern gingen im ersten Lockdown um 39 Prozent zurück. Das ergab eine DAK-Studie für den Zeitraum von März und April 2020. Auch die Zahl der psychologischen Behandlungen ging im ersten Halbjahr 2020 um 19 Prozent zurück. Hinzu kommt, dass laut Medienberichten der aktuelle, seit Monaten andauernde Lockdown zu weiteren Gesundheitsschäden bei Kindern führt wie Übergewicht, Depression und Computerspielsucht. Dazu Claudia Papst-Dippel, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion:


„Die vielen aufgeschobenen Operationen können Spätfolgen nach sich ziehen und wenn psychische Erkrankungen nicht behandelt werden, gilt das Gleiche. Die Zahlen der DAK zeigen, dass die Folgen des Lockdowns für die Gesundheit von Kindern gravierender sind als der Nutzen der Maßnahmen. Anstatt die Risikogruppen zu schützen, riskiert die Regierung mit dem fortgesetzten Lockdown weitreichende gesundheitliche Schädigungen von Kindern. Das ist umso unverhältnismäßiger, da Kinder keine Corona-Risikogruppe sind und auch keine schwerwiegenden Infektionscluster zum Beispiel in Schulen und Kitas aufgetreten sind. Durch den Lockdown besteht die Gefahr, dass Kinder schulisch abgehängt werden, dass sie übergewichtig, computerspielsüchtig und depressiv werden. Das alles lässt sich nicht mehr damit rechtfertigen, dass Kinder vor Corona geschützt werden müssen.“


Die AfD-Fraktion hat schon im Mai 2020 eine kleine Anfrage zum Thema Notfallversorgung und Wiederaufnahme des Normalbetriebes in hessischen Kliniken eingereicht. Papst-Dippel: „Die Antwort auf die Anfrage kam erst Ende Januar 2021. Warum brauchte die Landesregierung über ein halbes Jahr für die Antwort? Wir als Opposition fragen uns, ob die Landesregierung nicht schon damals die Zeichen erkannt hat und hätte gegensteuern müssen.“


V. i. S. d. P.: Claudia Papst-Dippel, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag


Pressemitteilung AfD-Fraktion im Hessischen Landtag 47/2021

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