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+++ Der Umgang der Kirche mit der „Flüchtlings“-Krise hat nichts mit christlichen Werten zu tun. +++

Die evangelische Kirche will die zivile Seenotrettung von Migranten unterstützen. Dazu plant sie ein breites Bündnis. Ist das die Aufgabe einer Kirche?


Ein Standpunkt von Volker Richter, MdL.


Das Bündnis "Seebrücken" schrieb an die hessische Landesregierung, dass die Gesellschaft sich für eine sofortige Aufnahme aller aus Seenot Geretteten stark machen wolle. Auch die Fraktion der Linken in Hessen hatte mit dem Antrag 20/624 im Mai 2019 bereits gefordert, was die Evangelische Kirche schon lange umsetzen möchte: mehr Migranten über das Mittelmeer holen, natürlich nach Deutschland. Mehrere hessische Städte und Gemeinden signalisierten in vorauseilendem Gehorsam, dass sie bereit seien, noch mehr Migranten aufzunehmen. Sie sehen sich dabei als Teil der „Seebrücke-Bewegung“ und erklären ihre Städte zu „sicheren Häfen“. Dazu zählen sich die Universitätsstädte Marburg und Kassel sowie die Landeshauptstadt Wiesbaden.

Damit der Strom an Migranten nicht versiegt und die Arbeitsplätze in der Sozialindustrie wieder gerettet sind, möchte die Evangelische Kirche sich an der Entsendung eines weiteren Schiffes beteiligen, das Migranten im Mittelmeer aufnehmen soll. Wir könnten das Verhalten der evangelischen Kirche als humanistisch ansehen. Doch die Sorge um die Menschen, die sich aufmachen, über das Mittelmeer zu kommen, ist vordergründig und durchschaubar. Die Kirche schafft mit diesem Verhalten immer mehr Anreize für Wirtschaftsflüchtlinge. Die Folge: Die Verlockung für die Menschen wird größer sich in kaum seetaugliche Schiffe auf den unsicheren, oft tödlichen Weg über das Mittelmeer machen. Der Antrieb dieser Menschen, ihre Not, ihre Verzweiflung, ihre Perspektivlosigkeit wird von der evangelischen Kirche gezielt ausgenutzt.

Unter den Objektiven der wohlgesonnenen Journalisten rettet die Kirche ein paar hundert Menschen. Worauf der Blick nicht fällt: Dass weitaus mehr Menschen – schon auf dem Weg zum Mittelmeer – sterben und nur jene ankommen, die sich solch eine Reise mit Bestechungsgeldern leisten können und körperlich fit genug sind. Die Nächstenliebe der evangelischen Kirche ist also so echt wie das Verhalten von Pontius Pilatus, der bekanntlich seine Hände in Unschuld wusch. Diese Art und Weise, wie in Kirchenkreisen mit der Not von Menschen umgegangen wird, ist eine perfide, menschenverachtende PR-Strategie, eine Selbstdarstellung auf Kosten der Schwachen.

Das dürfte für Herrn Bedford-Strohm ausreichen, um seine moralische Überlegenheit wie eine Monstranz durch gewisse Teile unser Gesellschaft zu tragen (und von diesen hofiert zu werden), aber seinem christlichen Auftrag wird er nicht gerecht. Wenn Herr Bedford-Strohm sagt, dass Menschen sterben, und dies könne man nicht hinnehmen, stimme ich ihm zu. Aber warum bekämpft die evangelische Kirche nicht die Ursachen? Täte die evangelische Kirche dies, müssten Menschen erst gar nicht fliehen.

Als Christ ist man schnell versucht, diesen Satz zu unterstreichen. Als Christ, der in der Nachfolge von Jesu lebt, können wir aber eine solche Wertung, zumindest nach meinem Verständnis, nicht vornehmen. Sehr wohl könnte die evangelische Kirche aber auf die Vertreibung, Folterung und Ermordung von Millionen von Christen durch radikale islamistische Gruppierungen hinweisen und nach ihren Kräften dagegen vorgehen. Die Kirche sollte auch in Deutschland immer wieder betonen, dass die Gefahr für Christen überall dort existiert, wo Menschen sich im Sinne eines politischen Islam radikalisieren lassen – also auch hier in Deutschland.

Hören wir das von Bedford-Strohm und der evangelischen Kirche? Gibt es einen Aufschrei? Tut die Kirche irgendetwas? Leider muss ich sagen: Nein, sie tut nichts. Die Kirche wird dem christlichen Glauben nicht gerecht. Die Kirche hat sich mit ihrer PR-Masche zum willfährigen Helfershelfer der unkontrollierten Masseneinwanderung gemacht und spielt lieb Kind bei den Großen der Politik.

Die Opfer im Schatten des medialen Rampenlichtes sieht man nicht – und man will sie nicht sehen. Diese Doppelmoral, ausgerechnet von der Kirche ausgehend, ist schlimm, perfide, menschenverachtend. Mit christlichen Werten hat das nichts zu tun.

V. i. S. d. P.: Volker Richter Stellv. Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag


https://www.nzz.ch/international/evangelische-kirche-will-eigenes-boot-zur-seenotrettung-ld.1509248?fbclid=IwAR3yO78kNJAtouZqT8abvb0J_Y9AK0_xFMQVIgO84alUDTreWi8aLGWISBI




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