„Die BaFin hat versagt“

Der Zahlungsdienstleister Wirecard kämpft um seine Existenz, nachdem Wirtschaftsprüfer erhebliche Mängel bei der Erstellung der Jahresbilanz aufgedeckt haben. Es fehlen Belege über eine Summe von 1,9 Milliarden Euro, die das Unternehmen auf Treuhänderkonten bei zwei philippinischen Banken verbucht hatte. Mittlerweile weiß man, dass die verschwundenen Milliarden wohl nieexistiert haben. Fraglich ist zudem, ob es den Umsatz gegeben hat.


Robert Lambrou, Vorsitzender der AfD im Hessischen Landtag, zu diesen Vorgängen: „Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Frankfurt hat in ihrer Rolle als Finanzmarktaufsichtsbehörde versagt. Die BaFin hätte nur die Artikel der Financial Times ernst nehmen müssen und die Vorwürfe gegenüber Wirecard auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen müssen. Der Wirecard-Skandal ist somit auch ein BaFin-Skandal. Der Präsident der Finanzaufsicht, Felix Hufeld, sollte angesichts der Dimension des BaFin-Versagens seinen Hut nehmen und zurücktreten.“


Bereits seit 2015 berichtet die renommierte Wirtschaftszeitung Financial Times über Ungereimtheiten bei der Buchhaltung von Wirecard. Das führte allerdings nicht zu einer besseren Überwachung von Wirecard durch die Bafin, sondern dazu, dass zwei Journalisten der Financial Times, die über die Ungereimtheiten berichtet haben, von der Bafin angezeigt wurden. Der Vorwurf: Marktmanipulation durch unerlaubte Absprache mit Spekulanten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen sei das ein ungeheuerlicher Vorgang, so Lambrou. „Es ist nicht nachzuvollziehen, wie die Bafin über Jahre die Warnzeichen bei Wirecard nicht erkennen konnte oder wollte, obwohl Journalisten jährlich neue Gründe für eine bessere Überprüfung der Vorwürfe geliefert haben“, sagt Robert Lambrou.


Mittlerweile räumte der Präsident der Finanzaufsicht, Felix Hufeld, erhebliche Versäumnisse seiner Behörde ein. Außerdem kündigte er Konsequenzen an, deren Umsetzung die AfD-Fraktion im Hessischen Landtag kritisch begleiten wird.

Robert Lambrou: „Das Versagen der Bafin kommt nun tausenden von deutschen Kleinaktionären sehr teuer zu stehen, die viel Geld durch den drastischen Kursverfall der Wirecard-Aktien verloren haben. Dieses Desaster schadet nicht nur dem Ansehen der BaFin, sondern auch der Aktienkultur in Deutschland.“


V. i. S. d. P.:

Robert Lambrou, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag


https://boerse.ard.de/aktien/bafin-erweitert-strafanzeige-gegen-wirecard102.html


https://www.tagesschau.de/kommentar/wirecard-131.html


https://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/ex-wirecard-chef-braun-verhaftet-finanzaufsicht-bafin-erweitert-strafanzeige-gegen-wirecard-1029332310


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