• AfD-Fraktion Hessen

„Die geplante Hochschulfusion ist ein Etikettenschwindel“

Aktualisiert: Mai 19

Mit dem Gesetzentwurf zur Gründung der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit wird eine Hochschulfusion geschaffen aus der bestehenden „Hochschule für Polizei und Verwaltung“, der „Polizeiakademie Hessen“ sowie einer Organisationseinheit des Innenministeriums – hier die „Zentrale Fortbildung Hessen“ – eine „besondere Hochschule für angewandte Wissenschaften“.


„Diese abgekürzt als HfMS fusionierte Hochschule untersteht aber nicht dem Wissenschaftsministerium, sondern dem Innenministerium von Peter Beuth“, kritisiert Frank Grobe, wissenschaftspolitischer Sprecher der AfD.


„Damit fallen Entscheidungen über Satzung, Personaleinstellung sowie Dienst- und Fachaufsicht an das Innenministerium. Im Bildungsstaat Preußen hätte man das nicht durchgehen lassen.“

Grobe verweist auf die gemeinsame Vollversammlung der Fachbereiche Polizei und Verwaltung, die sich mehrheitlich gegen die Fusionspläne ausgesprochen hätten. „Denn die Überfrachtung der Organisation mit hochschulfremden Aufgaben führt nicht zu wissenschaftlicheren Strukturen. Sie führt vielmehr zu einer Vervielfältigung der Schnittstellen. Und darunter wird die Entwicklungsfähigkeit der Fachbereiche Polizei und Verwaltung leiden“, so Grobe.

Grundsätzlich sei die Fusion dreier, nach Struktur und Zielsetzung höchst unterschiedlicher Institutionen weder wünschenswert noch zielführend. „Die geplante HfMS ist eine Berufsausbildungsstätte, jedoch keine Hochschule im herkömmlichen Sinne, da dort weder eine akademische Selbstverwaltung existiert, noch Freiheit von Forschung und Lehre gewährleistet wird.“


V. i. S. d. P.: Dr. Frank Grobe, wissenschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag


Pressemitteilung AfD-Fraktion im Hessischen Landtag





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