„Eltern müssen in Sprachbildung stärker einbezogen werden.“

25 Prozent der hessischen Erstklässler können aufgrund unzureichender Deutschkenntnisse dem Unterricht nicht folgen!


Heiko Scholz, bildungspolitischer Sprecher der AfD, zum Gesetzentwurf „Elftes Gesetz zur Änderung des Hessischen Schulgesetzes“:

„Der Gesetzentwurf, welcher heute zum dritten Mal debattiert wird, lässt sich zwanglos in die Reihe sinnfreier Aktivitäten der Landesregierung einordnen. Den Vorlaufkursen per Gesetz einen verpflichtenden Charakter zu verleihen und zugleich die Nichtteilnahme nicht effektiv sanktionieren zu können, erschließt sich weder uns noch einem Teil der angehörten Experten im Ausschuss.“


Staatsminister Lorz wolle mit der Gesetzesnovellierung die letzten fünf Prozent der förderbedürftigen Kinder „ins Boot holen“. Dies reiche jedoch nicht. „Zur Erinnerung: 32 Prozent der hessischen Kita-Kinder sprechen zu Hause kein Deutsch. 25 Prozent der hessischen Erstklässler können aufgrund unzureichender Deutschkennnisse dem Unterricht nicht folgen. Das Gesundheitsamt der Stadt Offenbach ließ verlautbaren, dass 80 Prozent der Kinder mit einem Migrationshintergrund die deutsche Sprache nicht fehlerfrei beherrschen.


Die Regierung führt kosmetische Operationen an den Symptomen eines Phänomens aus und legt zugleich den Mantel des Schweigens über dessen Ursachen.“

Zum Starttermin von Vorlaufkursen erklärt Scholz: „Diese in das letzte Jahr vor der Einschulung zu legen, ist viel zu spät. Die Sprachentwicklung wird erstmals zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat in Form von Ein-Wort-Sätzen offenbar und ist zumeist im Alter von 5-6 Jahren abgeschlossen. Die Alternative für Deutschland setzt sich seit Beginn an dafür ein, dass Eltern die Möglichkeit erhalten, ihre Kinder während der ersten Lebensjahre intensiv zu betreuen.


Das Zusammenwirken von Elternhaus, Krippe und Kita trägt zur Entlastung der Mütter und Väter bei, die sich somit intensiver der individuellen Förderung und der Vorbereitung der Kinder auf den Übergang zu Grundschule widmen können. Die staatlichen Organe tragen dafür Sorge, dass sich Eltern, ohne hierbei finanzielle Nachteile erleiden zu müssen, zwischen Berufstätigkeit und Erwerbspause entscheiden können.“


Abschließend, so Scholz, sollen die pädagogisch ungeeigneten Vorlaufkurse angelehnt werden. „Stattdessen regen wir die Implementierung eines zweijährigen Brückenkurses für den Übergang von der Kita zur Grundschule an und folgen hiermit einem Vorschlag des Vereins „Initiative Sprache.Lesen.Lernen“ (InSL), wonach das erste Jahr in der Verantwortung der Kita und das zweite in derjenigen der Grundschule zu liegen habe.“


V. i. S. d. P.: Heiko Scholz, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag


Quellenangabe:

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/jedes-fuenfte-kita-kind-spricht-zu-hause-kaum-deutsch-16939423.html

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