Hessens Heimbewohnern müssen immer mehr zahlen – Steigerung von 23,1 Prozent!

Für Heimbewohner in Hessen wird das Leben immer teurer. Aus einer Auswertung des Institutes der deutschen Wirtschaft (IW) geht hervor, dass der Eigenanteil für Pflegeleistungen um fast ein Viertel gestiegen ist. Die Auswertung bezieht sich auf einen Zeitraum von Anfang 2018 bis Mitte 2019. Betrug der Eigenanteil im Januar 2018 noch 566 Euro pro Monat, müssen Heimbewohner mittlerweile 693 Euro zusätzlich zu ihren eingezahlten Pflegebeiträgen aufbringen (Stand Juli 2019). In Hessen gibt es demnach eine Steigerung von 23,1 Prozent, deutschlandweit gab es eine Steigerung von 16,9 Prozent.

„Hessens Heimbewohner müssen innerhalb von nur sieben Monaten eine Steigerung von 23,1 Prozent begleichen. Wie soll so ein würdiges Leben im Alter sichergestellt werden?“, fragt der seniorenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion Arno Enners. Die Heimbewohner Hessens müssen diesen Teil von ihrer Rente zahlen. Doch um die Rente in Deutschland sei es schlecht bestellt, so Enners. Aus einer OECD-Studie geht hervor: Deutschland liegt beim Rentenniveau deutlich unter dem vieler EU-Staaten, u.a. auch dem der Krisenstaaten Italien, Spanien, Griechenland und Portugal. Im Jahr 2017 wurden in Deutschland pro Monat durchschnittlich 990 Euro Rente an Männer ausgezahlt, bei den Frauen nur 712 Euro.

„Einer Heimbewohnerin bleiben also im Durchschnitt 19 Euro im Monat übrig. Die Pflegeversicherung, die vor Armut im Pflegefall schützen soll, greift somit nicht mehr in ihrem ursprünglichen Sinne, und daher fordern wir die Landesregierung auf, sich diesem Problem schnellstmöglich anzunehmen und im Bund auf eine Entlastung der hessischen Heimbewohner hinzuwirken“, sagt Enners.

V. i. S. d. P.: Arno Enners, seniorenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag



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