„Mann tötet Mensch“: Medien müssen wieder Klartext sprechen.

Diese Schlagzeile einer Meldung war vor wenigen Tagen zu lesen und sie lässt einen nachdenklich zurück. Warum wird das Geschlecht des Täters genannt, aber nicht das des Opfers? Unterscheidungsmerkmale wie Mann, Frau, Kind, und alle weiteren Merkmale werden verschwiegen, nachdem schon Herkunft und Hautfarbe in Berichten weitestgehend unerwähnt bleiben.

Warum ist man hier nicht konsequent und schreibt im Sinne der politischen Korrektheit: Mensch tötet Mensch? Oder gehört ein Mann nicht mehr in die Kategorie Mensch? Wenn man der eigenen Logik dieser überformten politischen Korrektheit folgt, müsste die Formulierung „Mann tötet Mensch“ eine Diskriminierung von Männern genannt werden. Dieser Weg der Medien ist ein gefährlicher Weg. Denn Unterscheidungsmerkmale in Berichten nicht zu benennen, ist kein Schutz für die Betroffenen. Es regt lediglich die Fantasie des Lesers an und führt noch leichter zu Ressentiments als eine informative Berichterstattung es je könnte.

Einer ehrlichen, umfänglichen und neutralen Berichterstattung hat es noch nie geschadet, Ross und Reiter zu nennen. Die zunehmende Verarmung der Berichterstattung in Bezug auf Persönlichkeitsmerkmale schadet den Medien selbst. Wer den Leser im Unklaren über wesentliche Merkmale von Täter und Opfer lässt, eröffnet erst den Raum für Spekulationen und erreicht genau das Gegenteil dessen, was er mit Verschweigen und Framing beabsichtigte. Dazu fällt mir der berühmt gewordene Ausspruch de Maizières ein: „Wahrscheinlich würden weitere Details die Bevölkerung nur verunsichern.“

Die AfD fordert, endlich wieder zu einer Berichterstattung zurückzukehren, die mit den Bürgern Klartext spricht. Ideologie hat bei der Vermittlung von Informationen nichts verloren. Formulierungen wie „Mann tötet Mensch“ sind in ihrem Informationswert soweit entkernt, dass sie – wenn überhaupt – nur noch zur Parodie taugen. Es ist Zeit für etwas mehr Vertrauen der Medien in den gesunden Menschenverstand und die Mündigkeit der Bürger. Das wäre anständig.

V. i. S. d. P.: Arno Enners, stellv. Sprecher für Medienpolitik



10 Ansichten

© 2018 AfD-Fraktion im Hessischen Landtag | Schlossplatz 1-3 | 65183 Wiesbaden