+++ Pressemitteilung +++ „Die Einführung einer Landarztquote ist unethisch und abschreckend.“

Heute wird im Plenum ein Gesetzentwurf der Landesregierung über die Hochschulzulassung im Studiengang Medizin diskutiert, der die Vergabe von Studienplätzen teils neu regeln soll. Dabei sollen u. a. die Wartezeitregelung geändert und die Quote für schulnotenunabhängige Qualifikationen erhöht werden. Zudem sollen die Voraussetzungen für eine Landarztquote geschaffen werden: Wer sich nach dem Studium verpflichtet, seinen Beruf in „Bereichen besonderen öffentlichen Bedarfs“ auszuüben, muss weniger strenge Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.

„Der vorliegende Gesetzentwurf beweist erneut, wie weit die Landesregierung von der Realität im Bildungsland Hessen entfernt ist“, sagt Heiko Scholz, schulpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag. „So bescheinigte Prof. Klaus Behler vom Hochschullehrerbund Hessen, dass der vorliegende Gesetzentwurf wenig geeignet sei, eine nachhaltig qualitätszentrierte Ausbildung von Fachkräften zu ermöglichen und in keiner Weise die Hochschulrealität abbilde.“ Die Schere zwischen den Regelungen des Gesetzentwurfes und den zu regelnden Verhältnissen vor Ort gehe immer weiter auseinander, erklärt Scholz.

Insbesondere die Vorbereitung der Landarztquote sei problematisch: „Anstatt den ländlichen Raum attraktiver zu machen, schafft die Landesregierung eine Grundlage, um junge Abiturienten an Knebelverträge zu binden“, so Scholz weiter. „Wird die Landarztquote wie geplant umgesetzt, müssten sie unterschreiben, nach Studium und Assistenzarztausbildung, also ca. 15 Jahre später, im ländlichen Raum zu arbeiten. Wer später aus dem Vertrag aussteigen will, zahlt der dann eine Vertragsstrafe? NWR macht es vor, dort sind es 250.000 Euro. Das ist unethisch und abschreckend.“

V. i. S. d. P.: Heiko Scholz, schulpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag




0 Ansichten

© 2018 AfD-Fraktion im Hessischen Landtag | Schloßplatz 1-3 | 65183 Wiesbaden