+++ Pressemitteilung +++ G8 auch in Hessen gescheitert!

Aktualisiert: 20. Okt 2019

„Abitur muss wieder echte Reifeprüfung werden“

203 Gymnasien und Kooperative Gesamtschulen sind wieder zu G9 zurückgekehrt, nur noch neun Schulen in Hessen bieten ab dem Schuljahr 2019/2020 das verkürzte Abitur G8 an. Elf Schulen bieten G8 und G9 parallel an. Das ergab eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag.

„Die Einführung des verkürzten Abiturs ging ursprünglich auf ökonomische Überlegungen der Bertelsmann-Stiftung zurück. Einfach zusammengefasst sollte die Schulzeit verkürzt und die Lebensarbeitszeit verlängert werden“, erklärt Rolf Kahnt, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion. „Nicht reflektiert wurde die Reife der Schüler und Schülerinnen während des Turboabiturs sowie bei Eintritt in ein Studium mit 17 Jahren. Daher verwundert es nicht, dass Rückmeldungen der Universitäten trotz gutem Notenschnitt ein deutliches Nachlassen der Studierfähigkeit der G8-Abiturienten ergaben“, so Kahnt.

Laut Kultusminister Alexander Lorz gebe es nur geringe Leistungsunterschiede zwischen den beiden betrachteten Gruppen. Doch warum trotzdem fast alle Schulen zu G9 zurückgekehrt seien, erkläre der Minister nicht. „Dabei wäre die Antwort einfach: Jede Frucht braucht Zeit zum Reifen, erst recht unsere Kinder und Jugendlichen. So liegt im Scheitern von G8 die Chance, dass das Abitur mit G9 wieder zu dem führt, was es früher war: ein Reifezeugnis“, sagt Kahnt.

V. i. S. d. P.: Rolf Kahnt, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag




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