+++ Pressemitteilung +++ Gewalt an Hessens Schulen: Immer mehr weibliche Opfer!

Nachdem die Zahl der Gewaltdelikte an hessischen Schulen seit 2015 kontinuierlich zunahm, sank sie im Jahr 2018 leicht: Im Jahr 2017 wurden 1.513 Gewaltdelikte an Hessens Schulen erfasst, 2018 waren es 1.294 Fälle. Dies ergab eine Kleine Anfrage von Rolf Kahnt, dem bildungspolitischen Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag. „Dem Rückgang von 219 Fällen im Vergleich zu 2017 steht allerdings eine Zunahme der Opfer um insgesamt 160 entgegen“, sagt Kahnt. „Besonders auffällig ist, dass die weiblichen Opfer 2018 im Vergleich zu 2017 um 140 Fälle und die Anzahl der Opfer unter den Kindern (jünger als 14 Jahre) um 131 zunahmen.“

Von einer Entspannung der Situation an Hessens Schulen kann demnach nicht wirklich die Rede sein. 2017 gab es 6.079 Straftaten mit „Tatörtlichkeit Schule“, 2018 waren es 5.936 Fälle. Angesichts dieser Zahlen ist der Rückgang nur marginal.

Bei den genannten Zahlen handelt es sich nur um solche Fälle, die in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) erfasst wurden, mithin der Polizei bekannt gewordene Straftaten. „Die Dunkelziffer dürfte um einiges höher liegen, da nicht alle Eltern Vorfälle zur Anzeige bringen“, sagt Kahnt. Kahnt weiter: „Die von der Landesregierung ergriffenen Maßnahmen zur Gewaltprävention im schulischen Kontext zeigen noch bei weitem nicht die gewünschte Wirkung.“ Die angebotenen Konzepte würden nur versuchen, Symptome zu beheben, denn: „Ursachen sind und bleiben negative gesellschaftliche Entwicklungen der letzten Jahrzehnte. Bereits im frühkindlichen Alter sind unter Einbeziehung der Familie entsprechende Aufklärung und geeignete Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlentwicklungen zu ergreifen. Das familiäre Umfeld spielt bereits vor der Einschulung von Kindern die entscheidende Rolle.“

V.i.S.d.P.:

Rolf Kahnt, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag


Pressemitteilung AfD-Fraktion im Hessischen Landtag 55/2019





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