+++ Pressemitteilung +++ Integrationspreis für Geschlechtertrennung?

Für den am Dienstag verliehenen hessischen Integrationspreis kommen offenbar auch Vereine in Frage, die in einem sehr zweifelhaften Ruf stehen. So wurde das Projekt „Ich bin eine Muslima – haben Sie Fragen?“ von der Frauengruppe „Lajana Imaillah Deutschland“ mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Der Verein vertritt das Frauenbild der Ahmadiyya-Gemeinde, das Frauen und Männer in einigen Bereichen des Zusammenlebens streng voneinander trennt. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird jährlich vergeben und soll laut Integrationsministerium „das Gefühl der Zugehörigkeit und Zusammengehörigkeit aller in Hessen lebenden Menschen stärken“.

„Die Jury, die hier Integration prämiert, ist entweder schlecht informiert oder ignorant, wenn sie Organisationen in Betracht zieht, die teils unter Beobachtung stehen oder wie beim aktuellen dritten Preis sehr zweifelhaft sind“, sagt Volker Richter, integrationspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag. „Wie soll es ‚das Gefühl von Zusammengehörigkeit aller in Hessen lebenden Menschen‘ stärken, wenn man einen Verein auszeichnet, der hier in Deutschland das Zusammenleben in einigen Bereichen nach Geschlechtern trennt?“

Dieses Verständnis von Integration zu belohnen, sende völlig falsche Signale aus, so Richter. „Die Gleichberechtigung der Frauen wurde mühsam erkämpft und die AfD steht zu ihr. Wer ein so rückständiges Frauenbild vertritt wie Lajana Imaillah Deutschland, würde von uns nicht für Integration ausgezeichnet.“

V. i. S. d. P.: Volker Richter, integrationspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag



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