+++ Pressemitteilung +++ Personalmangel bei Rettungsdiensten

„Die Landesregierung hätte längst eingreifen müssen“


Nicht erst seit Wochen, sondern seit rund eineinhalb Jahren fehlt dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und anderen Rettungsdiensten Personal, um Rettungswagen zu besetzen.

Ein Beispiel dafür war die Lage im Landkreis Offenbach am 24. August: An diesem Samstag konnte das DRK zwei Rettungswagen nicht besetzen. Hier griff die Kommune auf private Anbieter zurück, um genügend Personal und Fahrzeuge bereitzustellen und so die Hilfsfrist einzuhalten. In Hessen beträgt diese zehn Minuten. „Die Lage im Landkreis Offenbach ist kein Einzelfall“, sagt Claudia Papst-Dippel, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag. „Die AfD-Fraktion wird darauf hinwirken, dass das Ausmaß des Problems in ganz Hessen untersucht wird.“ „Den Personal-Engpass haben vor allem die Landesregierung und die Kommunen zu verantworten, nicht die Rettungsdienste“, erklärt Papst-Dippel.

„Damit mehr Rettungskräfte ausgebildet werden können, muss das Land dringend die gesetzlichen Rahmenbedingungen lockern und längere Übergangsfristen für den Einsatz von Rettungsassistenten schaffen“, ergänzt der stellv. haushaltspolitische Sprecher der AfD-Fraktion Bernd Vohl. Eine Änderung dieser Ausbildungsbedingungen für den Rettungsdienst seit 2014 sei wesentlich dafür mitverantwortlich, dass es heute nicht genug qualifiziertes Rettungsdienstpersonal gebe, um Rettungswagen zu besetzen. „Hier hätte die Landesregierung längst korrigierend eingreifen müssen“, so Vohl.

„Ein weiteres großes Problem ist die Intransparenz der Kommunen“, erklärt Vohl. „Die Berechnungen für den Rettungsdienstbedarf werden nirgends veröffentlicht.“ So könne weder nachvollzogen werden, wie der Bedarf der Kommunen im Vergleich zu anderen ist, geschweige denn, ob die Berechnungen dem tatsächlichen Bedarf gerecht werden.

Die genannten Probleme wurden nach AfD-Anfrage aus Kreisen des DRK bestätigt.

Pressemitteilung AfD-Fraktion im Hessischen Landtag 68/2019


V. i. S. d. P.: Claudia Papst-Dippel, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag Bernd Vohl, stellv. haushaltspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag



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