+++ Pressemitteilung +++ Thomas Cook: „Gesamte Reisebranche muss Forderungen übernehmen“

Als hessisches Unternehmen hat Thomas Cook Deutschland durch sein Tochterunternehmen Condor von der hessischen Landesregierung eine Bürgschaft erhalten. Daher bezieht die hessische AfD-Fraktion Stellung zu den für die Reisenden der Thomas Cook im Raum stehenden Forderungen: „Diese Forderungen werden auf insgesamt 350 bis 500 Millionen Euro geschätzt. Versichert wurde jedoch nur eine Ausfallsumme von maximal 110 Millionen Euro. Da schon früh vermutet wurde, dass dieser Betrag im Falle der Insolvenz einer großen Reisegruppe nicht ausreichen würde, haben die Justizminister einiger Bundesländer den Bund jüngst vergeblich aufgefordert, die Deckelung zu erhöhen“, erklärt Erich Heidkamp, Sprecher für Haushaltspolitik der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag. „Jetzt rächt sich, dass sich die Bundesregierung im Jahre 2018 bei der Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in nationales Recht nicht gegen die nationalen Reisebranche durchgesetzt hat“, sagt Heidkamp.

Da der deutsche Staat die EU-Forderung nach „vollumfänglichen Schutz“ nicht ausreichend umgesetzt hätten, sähen Anwälte von Reisenden die Möglichkeit, den Deutschen Staat in Regress nehmen zu können. „Das will die deutsche Regierung offensichtlich auf jeden Fall vermeiden“, erklärt Andreas Lichert, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag. „Das generöse Angebot der Regierung, bis zu einem Betrag von 390 Millionen Euro in Vorleistung zu gehen, gegen die Abtretung der Forderung der Reisenden an den Bund, muss als Versuch gewertet werden, von der eigenen Verantwortung abzulenken. Bei einer ausreichenden Absicherung wäre dieses Risiko nicht entstanden“, so Lichert.

Der deutsche Steuerzahler solle wieder einmal für die Insolvenz eines privaten und in diesem Fall sogar ausländischen Unternehmens einstehen. Heidkamp: „Es wäre richtiger, die gesamte Reisebranche als den eigentlichen Interessenten der unterdimensionierten Versicherungssumme in Verantwortung zu nehmen. Die berechtigten Forderungen auf Rückerstattung der Reisenden gegenüber Thomas Cook müssen von der gesamten Reisebranche übernommen werden, nicht vom Steuerzahler.“


V. i. S. d. P.:


Erich Heidkamp, haushaltspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag, Andreas Lichert, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag



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