Wirecard und Commerzbank – Doppelschlag für den Finanzplatz Deutschland!

Andreas Lichert, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, zu den Ereignissen um Wirecard und Commerzbank: „Als wäre das Wirecard-Debakel nicht schon schlimm genug, offenbaren die Rücktritte an der Commerzbank-Spitze die latente und dauerhafte Krise unter Deutschlands privaten Großbanken. Negativzinspolitik, Überregulierung und neue Konkurrenz durch FinTechs und Digitalkonzerne haben auch der Commerzbank massiv zugesetzt. Nach der Finanz- und Euro-Krise vor gut 10 Jahren hat die Politik das Narrativ verbreitet, die ‚gierigen Finanzspekulanten‘ seien gezähmt worden. Dabei wurde das Kernproblem der europäischen Finanzkrise gar nicht angetastet: Staatsanleihen von Euro-Staaten gelten bankenregulatorisch weiterhin als risikofrei und Banken müssen dafür kein Eigenkapital als Risikopuffer vorhalten.“ Wie der Fall Wirecard zeige, gehe offensichtlich ein Großteil der Regulierung ins Leere, wenn nicht einmal Milliardenbetrug über Jahre unentdeckt bleibe. „Sowohl die deutschen Aufsichtsbehörden als auch die Wirtschaftsprüfer und der Finanzplatz Deutschland insgesamt haben schweren Schaden genommen. Für die Managementfehler zahlen nicht nur bei der Commerzbank immer die Mitarbeiter die Zeche. Denn voraussichtlich wird mitten in der Wirtschaftskrise ein massiver Personalabbau von etwa einem Viertel der Mitarbeiter erfolgen. Ein reines Schrumpfen wird aber keine Gesundung und Stabilisierung bringen und ersetzt kein nachhaltig tragfähiges Geschäftsmodell.“ Ein solche wäre für Banken eine effiziente und stabile IT-Infrastruktur und die erfolgreiche Digitalisierung der Geschäftsprozesse sowie Vertriebskanäle. „Mit der kürzlich verschmolzenen Tochter Comdirect liegt die Blaupause eigentlich auf dem Tisch, aber ob und wie die Comdirect die Commerzbank von innen heraus zukunftsfähig machen kann, ist und bleibt eine gewaltige Herausforderung zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt“, lautet Licherts Einschätzung zur Lage der Commerzbank. „Aufgabe für die Politik müsste der Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik, das Ende der Staatsanleihenkäufe der EZB und die Reduzierung der Bankenregulierung auf ein sinnvolles und effektives Maß sein. Aber vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise ist das unwahrscheinlicher denn je“, fasst Lichert zusammen. V. i. S. d. P.: Andreas Lichert, wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag Pressemitteilung AfD-Fraktion im Hessischen Landtag








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